Nr. 73 – 10 Jahre selbstständig: Was ich über Resilienz gelernt habe

Shownotes

10 Jahre selbstständig – Die 5 härtesten Lektionen über Resilienz

01.06.2016: Freiheit. Euphorie. Endlich selbstständig. 01.06.2026: 10 Jahre später. Die beste Entscheidung meines Lebens.

Die 5 Lektionen:

  • Was ist genug? (Die Basis für Gelassenheit)
  • Gas geben – mit Ablaufdatum
  • Die Chemie muss stimmen
  • Manchmal musst du absagen (Corona-Workshop 2022 – mein größter Fehler)
  • Du musst nicht immer stark sein

7 Erfolgsgeschichten: Judith (Selbstvertrauen), Elisabeth (WM Bronze, weitester Schuss), Otti (frei auffahren), Alina (Bestmarken), Ben (Länderauswahl), Sandra, Julia

Was sie gemeinsam haben: Raus aus der Opferrolle. Fokus auf Einflussbereich.

"Et kütt wie et kütt" – Rheinische Gelassenheit als Erfolgsprinzip.

Diese Learnings gelten nicht nur für Selbstständige – sondern für jeden Athleten und jede Führungskraft, die langfristig performen will.

📥 Guide: www.timocall.de/energiebalance 💬 Gespräch: www.timocall.de/kontakt ⭐ Bewertung hinterlassen – hilft enorm!

Transkript anzeigen

00:00:00: Erster Juni, zwei Tausendsechzehn mein letzter Tag in der Festanstaltung und ich erinnere mich genau an dieses Gefühl.

00:00:08: Euphorie!

00:00:10: Ja Freiheit.

00:00:11: endlich selbstständig, endlich mein eigener Chef.

00:00:14: Endlich kann ich das machen wofür Ich brenne.

00:00:18: Natürlich gab's im Vorfeld auch Zweifel ob dass der richtige Schritt ist Ob alles klappen wird ob ich genug Kunden haben werde.

00:00:27: Aber als der Tag gekommen war, der erste Juni.

00:00:32: hat es sich einfach nur gut angefühlt.

00:00:36: Heute ist der erste Juli.

00:00:40: genau zehn Jahre später und wenn ich zurückschaue auf diese zehn jahre dann denke ich Es war richtig!

00:00:50: Natürlich war es zwischendurch hart Aber es war einer der besten Entscheidungen meines Lebens.

00:00:58: Heute erzähle ich dir meine Geschichte nicht als Theorie, nicht als so machst du es richtig sondern als ehrlicher Blick auf zehn Jahre Selbstständigkeit was Ich gelernt habe über Resilienz?

00:01:11: Was ich gelernt habe Über eine Energie Balance und was ich gelernt hab über mich selbst Und was ich vielleicht auch heute anders machen würde, oder?

00:01:24: Auch nicht.

00:01:25: Und das Ganze hörst du natürlich nach dem Intro!

00:01:51: Hallo zu einer neuen Folge Kehrwasser der Resilienz Podcast für mentale Stärke und körperliche Energie.

00:01:58: Und heute wird es persönlich wie ich vor dem Intro schon gesagt habe, denn heute feiere ich ein Jubiläum – zehn Jahre Selbstständigkeit!

00:02:14: tiefen die Wendepunkte, die größten Fehler und die wichtigsten Learnings.

00:02:21: Keine perfekte Erfolgs-Story sondern die echte Geschichte mit allem was dazugehört!

00:02:30: Also du darfst gespannt sein los geht's!

00:02:42: letzten Arbeitstag als Festangestellter und die ersten Wochen danach, die liefen auch direkt gut.

00:02:50: Kunden kommen, die Zeiten füllten sich und die Termine füllte sich und ja irgendwie lief alles so wie ich es mir vorgestellt habe.

00:03:01: doch dann kommt natürlich auch der Moment den wahrscheinlich jeder selbstständige kennt Es kommen auf einmal keine neuen Anfragen mehr Und das fühlt sich dann, oder das ist gefühlt wie eine Ewigkeit.

00:03:17: Das Telefon klingelt nicht die Mails bleiben aus und plötzlich setze ich zum ersten Mal da und denke okay und jetzt?

00:03:28: Das war kein Panikmoment aber es war ein Moment wo ich dachte reich dass wird das auch dauerhaft funktionieren!

00:03:38: Ich habe damals zwei Dinge erstens Ich habe mir überlegt, was kann ich in dieser Zeit sinnvolles tun?

00:03:46: Nicht den Panikverfalle nicht verzweifelt Kunden akquirieren sondern diese Zeit wirklich effektiv nutzen.

00:03:55: Und zweitens – ich habe mir eine fundamentale Frage gestellt und diese Frage ist nicht nur für Selbstständige wichtig, sondern die ist auch für dich wenn du nicht selbstständig bist enorm Wichtig!

00:04:08: Was brauche ich eigentlich für ein gutes Leben?

00:04:14: Und das war vielleicht die wichtigste Frage meiner gesamten Selbstständigkeit.

00:04:19: Was ist genug?

00:04:23: Denn die meisten denken, Ich muss wachsen, ich muss mehr verdienen und ich muss größer werden.

00:04:31: Und ich habe mir stattdessen die Frage gestellt was ist genug?

00:04:36: Nicht Was will ich erreichen, sondern womit bin ich zufrieden?

00:04:42: Denn wir streben immer nach mehr und vergessen dabei die Basis.

00:04:46: Vergessen was uns ausreicht wann wir uns auch genug sind!

00:04:52: Und dann sind wir einfach getrieben und haben verlernt auch mit weniger auszukommen.

00:04:58: Mehr Zufriedenheit, mehr Glück das kommt nicht wenn ich immer mehr mache und überhaupt nicht weiß womit ich am Ende zufriedenfin.

00:05:08: Also habe ich mir einen Betrag ausgerechnet, ein Betrag den ich im Monat verdienen muss.

00:05:14: Nicht will nicht sollte sondern muss!

00:05:17: Und das war mein Sicherheitsnetz.

00:05:20: Das war mein genug und das hat mir innere Ruhe gegeben eine Gelassenheit.

00:05:27: Ich wusste wenn ich diesen Betrag erreiche dann bin ich gut.

00:05:32: alles darüber hinaus Wunderbar, das ist Bonus.

00:05:35: Aber ich brauche es nicht um zu überleben.

00:05:39: und das war der Unterschied zwischen Ich muss Gas geben aus Panik Und ich gebe Gas aus Kraft.

00:05:50: Heute ist es übrigens Nicht mehr ein Betrag.

00:05:53: heute ist Es so die Anzahl an Terminen Die für mich definiert habe Denn mit zwei Kindern Ist meine Situation heute einer andere als sie zwei tausend sechzehn, zweitausend siebzehn war.

00:06:09: Und das ist sozusagen diese Lektion die man daraus mitnehmen kann.

00:06:14: es ist wichtig sich seine aktuelle Lebenssituation anzuschauen und dementsprechend immer wieder einen Status Quo zu erheben denn was genug isst dass verändert sich.

00:06:31: aber zurück zu den ersten Jahren.

00:06:33: auch wenn ich wusste, was genug ist.

00:06:38: Habe ich trotzdem Gas gegeben?

00:06:40: Und zwar richtig!

00:06:41: Ich habe erst einmal alle Kunden angenommen und ich habe am Wochenende gearbeitet.

00:06:45: Ich habe an Feiertagen gearbeitet – warum?

00:06:49: Weil ich wusste wenn ich jetzt nicht aufbaue wird es später nicht funktionieren.

00:06:55: Die ersten Jahre der Selbstständigkeit das war für mich so die Phase wo ich sehe Wo ich mein Netzwerkaufbau wo ich meine Reputation aufbaue, wo ich zeige – Ich bin verfügbar.

00:07:10: Ich bin zuverlässig.

00:07:12: Ich liefere!

00:07:13: Und ohne diese Phase wäre ich heute auch nicht da, wo wir sind.

00:07:24: Wenn du erfolgreich selbstständig werden willst musst du am Anfang Gas geben.

00:07:34: Das war so meine Einstellung und daran glaube ich auch heute noch oder davon bin ich auch überzeugt.

00:07:41: Und zwar nicht aus Panik, sondern aus Strategie!

00:07:46: Natürlich habe ich auch den Anspruch zu wachsen... Ich hab' auch heute nochmal den Anspruch zu wachsen aber dazu gehört für mich auch persönliches Wachstum.

00:08:00: und irgendwann nach ein paar Jahren habe ich gemerkt als ich eben diese vielen Termine gemacht habe, also am Wochenende gearbeitet habe an Feiertagen gearbeitet habe, mir fehlt die Regeneration.

00:08:14: Mir fehlt auch irgendwann die Motivation und das war ein Problem!

00:08:20: Nicht etwa finanziell sondern qualitativ denn ich brauche diese Motivations um hundert Prozent für meine Kunden da zu sein.

00:08:30: und ich habe gemerkt... Ich werde schlechter nicht weil ich weniger kann sondern weil mir die Energie fehlt mein Bestes zu geben weil mir die Motivation gefehlt hat.

00:08:45: Und es war so dieses Gefühl wie vor einem ersehnten Urlaub, wo so kurz davor einfach die Luft raus ist.

00:08:55: und dann kam der Punkt, wo ich mir dachte okay das muss ich jetzt anders machen und ich war damals schon in einer komfortablen Situation.

00:09:08: Ich hatte es nicht mehr nötig am Wochenende um an Feiertagen zu arbeiten.

00:09:13: Diese Zeit sollte von dort an lieber meinen Freunden und meiner Familie gehören.

00:09:22: Und genau dadurch, genau durch diese Phase wo ich Gas gegeben habe bin ich heute in der Situation – und das soll jetzt nicht arrogant klingen – dass sich mir meine Kunden aussuchen kann!

00:09:38: Und da bin ich froh drum, dass ich diese Situation habe Kunden, die mich über lange Jahre begleiten.

00:09:50: Das ist vielleicht so ein bisschen diese Ironie... Du gibst am Anfang Gas damit du später eben nicht mehr so viel Gas geben musst!

00:10:02: Heute ist es Wochenende-Wochenende und da kommt nur noch in seltenen Fällen etwas dazwischen genauso wie bei Feiertagen und Urlaub.

00:10:11: dann nehme ich mir einfach meine freie Zeit Und das muss ich auch Und wenn ich so in meinen Kundenkreis blicke, das können teils Festangestellte nicht mit sich vereinbaren.

00:10:25: Wochenende, Wochenende sein zu lassen, Feierabend, Feiernabend und Urlaub auch mal Urlaub sein zu lasse.

00:10:31: Aber ich musste das auch lernen!

00:10:33: Das war kein Schalter den ich umgelegt hatte... Ich musste mir klar machen für mich es macht keinen Unterschied ob ich es heute erledige oder nach dem Wochenende.

00:10:45: Der Unterschied für mich ist, ich tue das für mich.

00:10:50: Für mein schlechtes Gewissen vielleicht so ein bisschen für meine Angst aber nicht weil es jetzt wirklich sein muss.

00:11:01: und diesen Schalter umzulegen und dann zu sagen Jetzt kann ich an meinem Wochenende für meine Familie da sein Und die Zeit am sinnvollsten nutzen hat ein bisschen gedauert.

00:11:19: Wenn wichtige Wettkämpfe sind von meinen Kunden, dann bin ich natürlich erreichbar aber in der Regel haben wir so gute Vorarbeit geleistet dass sie mich am Wettkampftag dann tatsächlich nicht mehr brauchen.

00:11:38: und das zweite was ich gelernt habe ist... Und warum ich eben froh bin mir meine Kunden aussuchen zu können?

00:11:46: Warum es aber auch wichtig ist warum sich ja auch meine Kunden mich aussuchen.

00:11:50: Die Chemie muss stimmen.

00:11:52: Mir ist es wichtig, dass sich beide Seiten wohlfühlen und Spaß am Prozess haben.

00:12:00: Natürlich meine Kunden aber auch ich!

00:12:04: Denn ich möchte auch Freude bei der Arbeit haben.

00:12:06: Ich möchte die Energie- und die Motivation mitbringen.

00:12:10: Und wir beide wollen in der Session hundert Prozent Input und Output haben – und dazu gehört Vertrauen das man sich wohl fühlt und Spaß gehört natürlich auch dazu.

00:12:24: Das funktioniert nur, wenn die Chemie stimmt!

00:12:28: Und in den ersten Jahren hatte ich auch Kunden wo die Chemies dann nicht gestimmt hat, wo sie vielleicht auch nach einer Zeit dann nicht mehr gestimmt haben.

00:12:40: Damals habe ich alle Kunden angenommen weil einen großen Stamm aufbauen wollte, weil ich natürlich auch das Geld gebraucht habe.

00:12:52: Und manchmal merkt man das eben nicht sofort dass es nicht so passt.

00:12:56: Das kommt dann nach einer Weile.

00:12:59: aber wenn ein Termin Ein Kunde einem permanent Energie zieht Dann ist das kein gutes Zeichen.

00:13:08: und da kommen wir wieder zum Anfangspunkt.

00:13:11: Man muss wissen was für einen genug ist meiner Meinung nach nicht in eine finanzielle Abhängigkeit begeben von etwas oder von jemandem, das oder der einem auf Dauer Energie zieht.

00:13:31: Komme ich doch mal zu meinem größten Fehler und der war im September zwanzig zweiundzwanzig!

00:13:37: Ich hatte einen vier Tage Workshop geplant.

00:13:39: er war ausgebucht.

00:13:41: die Teilnehmer kamen aus ganz Deutschland.

00:13:43: manche waren schon ein Tag vorher angereist.

00:13:45: bis dahin hat sich es auch geschafft ohne Corona-Infektion durchzukommen.

00:13:51: Und dann genau zum Workshop wurde ich krank, natürlich mit Corona!

00:13:59: Um das habe ich gemacht kurzfristig war kein Ersatz für mich zu organisieren.

00:14:04: die Teilnehmer waren bereits im Hotel also habe ich mich via Laptop dazuschalten lassen und das war letztendlich nachbetrachtet mein größter Fehler.

00:14:17: Warum war das ein Fehler?

00:14:18: Weil ich weder meinen Ansprüchen noch den Ansprüche der Teilnehmer gerecht werden konnte.

00:14:26: Der Workshop, der lebte von meiner Präsenz – von der Atmosphäre im Raum und von der Energie die entsteht wenn Menschen zusammenkommen!

00:14:35: Und die kann ich über den Laptop weder aufsaugen oder erzeugen.

00:14:42: Das habe durch das Feedback der Teilnehmer erfahren und die Diskussionen während des Workshops.

00:14:50: Die Atmosphäre konnte ich nur vor Ort aufsaugen.

00:14:55: Rückblickend hätte ich einfach absagen sollen.

00:15:00: Warum habe ich es nicht gemacht?

00:15:02: Tatsächlich war der finanzielle Aspekt, der primäre Grund auch den ganzen Ausfall kosten.

00:15:12: Und weil einige Teilnehmer natürlich schon eine Weite Anreise hatten und bereits einen Tag vorher angereist waren.

00:15:21: Ich wollte auch sie nicht enttäuschen, aber letztendlich habe ich sie enttäuscht?

00:15:30: Habe ich mich auch enttöscht weil ich nicht abgesagt habe!

00:15:34: Und für mich war da die Lektion.

00:15:36: manchmal ist Absagen die richtige Entscheidung – auch wenn es weh tut, auch wennes Geld kostet.

00:15:42: Denn wenn du nicht hundert Prozent geben kannst Gibst du weniger als das, was die Menschen verdienen und was du von dir erwartest?

00:15:54: Und das ist unfair.

00:15:56: Ihnen gegenüber – und auch mehr gegenüber!

00:16:03: Also... Die erste Lektion habe ich Dir schon erzählt… Was ist

00:16:08: genug?!

00:16:12: Diese Frage hat mir mehr Ruhe gegeben als alles andere.

00:16:18: Nicht «Was will ich erreichen» sondern womit bin ich zufrieden.

00:16:25: Das ist die Basis für Gelassenheit, das soll nicht dahin führen dass du dich auf dem ausruhst was da ist, das tue ich auch nicht.

00:16:37: Ich möchte auch weiterwachsen mich weiterentwickeln aber es gibt dir eine innere Gelassenheid weil Du weißt was Du brauchst um zufriedenzusein.

00:16:50: Wenn Du nicht weist was genug isst wirst Du immer getrieben sein, immer auf der Jagd nach mehr sein und du wirst nie ankommen.

00:16:59: Aber wenn Du weißt was genug ist dann gibst Du aus Kraft Gas nicht aus Panik!

00:17:05: Und das macht den Unterschied.

00:17:09: Die zweite Lektion?

00:17:11: Es ist völlig okay am Anfang Gas zu geben.

00:17:15: Meintet wegen der sechzig Stundenwoche Wochenend Feiertage.

00:17:18: Das gehört dazu Wenn Du erfolgreich aufbauen willst aber Das muss ein Ablaufdatum haben.

00:17:27: Und das vergessen viele!

00:17:29: Du gibst Gas, um später nicht mehr Gas geben zu müssen und irgendwann musst du die Grenze ziehen.

00:17:36: Für mich war das der Moment wo ich gemerkt habe mir fehlt die Regeneration, mir fehlt Motivation – das war mein Signal.

00:17:45: Und dann habe ich gesagt, Wochenende ist Wochenende.

00:17:48: Das war keine Entscheidung gegen mein Business!

00:17:50: Das war eine Entscheidung für meine Langlebigkeit im Business, für meine Leistungsfähigkeit.

00:17:58: Die dritte Lektion arbeite nur mit Menschen wo die Chemie stimmt.

00:18:07: In den ersten Jahren hatte ich auch Kunden wo die chemie nicht gestimmt hat und die haben ja Energie gezogen Nicht weil sie schlechte Menschen waren.

00:18:17: Sondern, falls einfach nicht gepasst hat!

00:18:19: Und wenn ein Termin einen Kunde die permanent Energie zieht ist das kein gutes Zeichen.

00:18:25: Heute wähle ich meine Kunden aus – Nicht arrogant sondern strategisch nach Gefühl, nach einem guten Gefühl und ich sage meinen Kunden auch oder den Interessenten Sie sollen nur mit mir arbeiten wenn Sie selbst ein gutes Gefühl haben Denn ich kann nur hundert Prozent geben, wenn die Chemie stimmt und das ist fair.

00:18:51: Ihnen gegenüber und mir gegenüber!

00:18:55: Und die vierte Lektion?

00:18:56: Manchmal ist Absagen die richtige Entscheidung.

00:19:01: Der Corona Workshop hat mir gezeigt – Ich wollte nicht enttäuschen, ich wollte das Geld nicht verlieren aber ich habe trotzdem enttäucht weil ich nicht abgesagt habe.

00:19:12: Wenn du nicht hundert prozent geben kannst Sag ab, das ist keine Schwäche.

00:19:18: Das ist Integrität!

00:19:21: Die fünfte und vielleicht wichtigste Lektion Du musst nicht immer stark sein Und du musst Krisen nicht alleine bewältigen.

00:19:30: In den zehn Jahren habe ich ein paar Krisen mitgemacht Persönliche sowie wirtschaftliche.

00:19:36: Ich habe gelernt... Ich brauche auch jemanden der mich auffängt.

00:19:40: Für mich ist es meine Frau.

00:19:43: Bei ihr kann ich mich fallen lassen auch mal loslassen, wenn gerade alles zu viel ist oder es halt mal nicht so läuft.

00:19:52: Wir fangen uns da zum Glück gegenseitig auf!

00:19:56: Ich bin den ganzen Tag die ganze Woche für andere Tage.

00:19:59: Da ist es wichtig, auch mal Loslassen zu können und dass jemand anderes für einen da ist.

00:20:06: Und das ist für mich keine Schwäche – das ist Resilienz.

00:20:11: Und ich habe auch gelernt in den zehn Jahren Geduld nicht unbedingt meine Stärke ist, dass ich aber ruhig geduldiger sein darf.

00:20:25: Ich habe gelernt Dinge auch mal entspannter zu sehen und das die eigene Gesundheit und Familie immer Vorrang hat – der Rest regelt sich dann schon!

00:20:44: Und dann gibt es da zum Glück viele, viele Erfolgsgeschichten.

00:20:54: Da ist Judith, die mir Selbstvertrauen bekommen hat.

00:20:57: Die mir sagte manchmal stehe ich noch da und denke mir Ich schaff das nicht Aber dann höre ich dich Der du es mir zutraust Und dann sage ich mir wenn Timo es mir zu traut Dann schaffe ich es auch und dann Traue ich mehr auch zu.

00:21:17: Da ist Sandra, die ihr Leben umgekrempelt hat und glücklicher ist als zuvor.

00:21:22: Da ist Julia, die es nach gezieltem Mentaltraining geschafft hat in den Oberweirischen Kader zu kommen.

00:21:27: Da ist Elisabeth, die sich zu Beginn unseres Trainings einfach nur für die Weltmeisterschaft qualifizieren wollte und sich am Ende sogar den Titel zugetraut hat – Ergebnis dritte im Einzel- und weitester Schuss von allem im Teamwettbewerb!

00:21:44: Und da ist Otti, die ihren besten Saisonstart hingelegt hat und wieder frei auffahren konnte….

00:21:51: Da ist Alina, die ihre Selbstzweifel überwinnen konnte und eine Bestmarke nach der Nächsten erzielt hat.

00:21:57: Und da ist Ben Nachwuchsspieler bei einem doch sehr bekannten bayerischen Fußballverein, den in seinen jungen Jahren mental so stark an sich gearbeitet hat und eine enorme Entwicklung gemacht hat, dass er Mehrfachspieler des Turniers wurde und in die Länderauswahl berufen wurde.

00:22:15: Das sind genau die Momente!

00:22:17: Und dann natürlich meine Kunden, die einfach über Jahre hinweg mit mir arbeiten.

00:22:21: Woraus so ein vertrauensvolles Verhältnis entsteht das einfach Spaß macht und was sie alle gemeinsam haben es ist die Bereitschaft bei sich selbst etwas verändern verbessern zu wollen.

00:22:39: Es ist das Bewusstsein da dass etwas so läuft wie man es sich nicht wünscht Dies zu ändern.

00:22:50: Das fehlt vielen!

00:22:52: Viele sehen sich als Opfer der Umstände und geben sich dem hin, aber das ist nicht resilient.

00:23:01: Resiliente Menschen sehen sich nicht als Opffer der Umstände – sie schauen was in ihrem Einflussbereich liegt und bewegen sich darin.

00:23:09: Das ist der Unterschied.

00:23:12: Elisabeth wollte sich nur qualifizieren, aber dann hat sie sich mehr zugetraut Und holt die Bronzemedaille.

00:23:22: Otti konnte wieder frei auffahren, weil sie nicht mehr im Kopf blockiert war!

00:23:28: Alina hat ihre Selbstzweifel überwunden und eine Bestmarke nach der nächsten erzielt.

00:23:35: Was haben Sie gemacht?

00:23:36: Sie haben aufgehört sich als Opfer der Umstände zu sehen – Sie haben geschaut was kann ich

00:23:43: tun?!

00:23:44: Was liegt in meinem Einflussbereich?

00:23:50: umgesetzt.

00:23:52: Das ist Resilienz, das ist mentale Stärke – das ist der Unterschied zwischen Erfolg und Stagnation.

00:24:05: Was würde ich denn heute anders machen?

00:24:08: Rückblinketen auf die zehn Jahre Selbstständigkeit!

00:24:13: Ganz ehrlich….

00:24:16: Ich bin sehr zufrieden wie es gelaufen ist und in welcher Situation ich heute.

00:24:23: Was würde ich also anders machen?

00:24:24: Vielleicht hätte ich, als ich noch keine Kinder hatte tatsächlich den Mut haben sollen und eigene Räumlichkeiten aufmachen anstatt mich einzumieten.

00:24:35: Allerdings war ich zu Corona auch sehr froh dass ich das nicht getan habe.

00:24:43: Damals wurden mir nur zehn Jahres Mietverträge angeboten.

00:24:46: die Zeit war mehr eindeutig zu lang.

00:24:51: fassen wir zusammen Zehn Jahre Selbstständigkeit, was ich gelernt habe.

00:24:55: Erstens Wisse, was für dich genug ist?

00:24:58: Das gibt dir Gelassenheit!

00:25:00: Zweitens Gas geben ist okay aber mit Appel auf Datum.

00:25:05: Drittens Arbeiten nur mit Menschen wo die Chemie stimmt.

00:25:09: Viertens Manchmal ist Absagen Die richtige Entscheidung.

00:25:15: Fünftens Du musst nicht immer stark sein und Nicht alleine.

00:25:20: Und Was Ich Für mich gelernt habe?

00:25:23: Ich habe gelernt, dass ich Geduld lernen muss.

00:25:26: Das ist auch ein Prozess für mich!

00:25:28: Dass ich ruhiggeduldiger sein darf.

00:25:31: Ich hab gelernt Dinge auch mal entspannter zu sehen und das die eigene Gesundheit und Familie immer Vorrang hat.

00:25:39: der Rest regelt sich dann schon.

00:25:43: was würde ich denn meinem für alle, die dem Kölschen nicht mächtig sind.

00:26:07: Das ist eine reinische Gelassenheit!

00:26:10: Es ist wie es ist, es kommt wie es kommt und es ist noch immer gut gegangen.

00:26:15: Und ich glaube genau deshalb läuft das bei mir so läuft.

00:26:22: Dieser Satz und dieser Optimismus begleiten mich die ganze Zeit natürlich mal mehr, mal weniger aber im Kern kommt es wie's kommt ist es wies isst und es ist noch immer gut gegangen.

00:26:37: das ist meine Haltung, dass ist meine Resilienz Das ist mein Erfolgsgeheimnis.

00:26:43: Die Parallelen zwischen meiner Selbstständigkeit und deinem Weg als Athlet oder als Führungskraft sind größer als du vielleicht denkst.

00:26:54: Naja, vielleicht hast du es jetzt auch schon die Parallelen in diesem Podcast gesehen!

00:27:01: Was ist für dich genug?

00:27:03: Diese Frage stelle ich nicht nur mit mir selbst, ich stelle sie auch meinen Klienten.

00:27:09: Den Athleten, die jede Saison härter trainieren aber nicht wissen wann genug ist.

00:27:15: den Führungskräften, die jedes Quartal mehr leisten aber nicht Wissen womit Sie zufrieden sind.

00:27:22: Gas geben aber mit Ablaufdatum.

00:27:24: Das gilt nicht nur für Selbstständige, das gilt für jeden der langfristig performen will.

00:27:30: Die Chemie muss stimmen!

00:27:32: Das gilt auch für Kunden und dein Team, deinen Trainingspartner, dein Umfeld.

00:27:39: Manchmal musst du absagen – das gilt nicht einfach für Workshops, sondern auch für Wettkämpfe, wenn du nicht hundertprozent fit bist oder für Meetings.

00:27:50: Du musst nicht immer stark sein.

00:27:57: Das gilt nicht nur für mich, das gilt auch für dich.

00:28:03: Loszulassen ist nicht immer einfach kann aber enorm hilfreich sein!

00:28:13: Das war wieder eine Folge Kehrwasser.

00:28:16: Wenn dir diese Folge geholfen hat dann teil sie gerne besonders mit Menschen die gerade merken ich brauche mehr als nur harte Arbeit, ich brauche Gelassenheit.

00:28:24: Ich brauche Resilienz und mentale Stärke!

00:28:28: Und hinterlass mir gerne eine Bewertung auf Spotify oder Apple-Podcasts – natürlich am liebsten fünf Sterne!

00:28:38: Wenn du Lust hast, dann freue ich mich wieder wenn wir uns nächsten Monat hören.

00:28:44: Wenn es heißt Kehrwasser der Resilience Podcast für mentales Stärke und körperliche Energie.

00:28:50: Dein Timo.

Neuer Kommentar

Dein Name oder Pseudonym (wird öffentlich angezeigt)
Mindestens 10 Zeichen
Durch das Abschicken des Formulars stimmst du zu, dass der Wert unter "Name oder Pseudonym" gespeichert wird und öffentlich angezeigt werden kann. Wir speichern keine IP-Adressen oder andere personenbezogene Daten. Die Nutzung deines echten Namens ist freiwillig.